Paula Ehrhardt hätte sich Vorbilder und eine Förderung in Richtung Informatik gewünscht. Obwohl ihr die Vorbilder gefehlt haben, hat sie die Inspiration und Motivation gefunden, um ihren eigenen Weg in die Informatik zu gehen. Sie selbst hat zwar nie Ungleichheit empfunden, doch sie weiß, dass der Gleichheitsgedanke nicht in allen verankert ist. Am augenfälligsten sieht man das bei den Löhnen. Sie ist der Meinung, dass sich an den Strukturen etwas ändern muss. Gemeint sind damit vor allem die staatlichen Strukturen, die sie in Deutschland immer noch als zu konservativ empfindet. Noch sehr selten kann man es schaffen, eine “richtige” Karriere zu machen und dazu noch eine Familie zu haben. Der Staat und die Gesellschaft stellen dafür immer noch zu wenig Instrumente zur Verfügung, wie beispielsweise genügend Kinderbetreuung. 

Paula ist studierte Elektrotechnikerin und Projektingenieurin. Sie arbeitet als Software-Entwicklerin und wohnt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in der Nähe von Berlin.

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Wenn man ein Paar ist, dem wichtig ist, dass beide gleichberechtigt arbeiten und beide ihre Karriere verfolgen können, dann ist es noch sehr sehr schwierig und meistens stecken dann die Frauen zurück.

– Paula ehrhardt

Das ganze Gespräch mit Paula Ehrhardt