Martina Gaisch ist in Kärnten groß geworden, in ein neusprachliches Gymnasium gegangen und nach einem 1-Jahresaufenthalt in Paris zum Studium der Translationswissenschaften nach Österreich zurückgekehrt. Sie hat eine Disseration an der Schnittstelle zwischen Hochschulforschung, Bildungssoziologie und Soziolinguistik geschrieben. Heute ist sie der Kopf des Diversitätsmanagements der FH Hagenberg. Sie hat mehrere Publikationen und Konferenzbeiträge zur Diversitätsthematik verfasst.

Im Gespräch spricht sie darüber, warum Initiativen, die Mädchen und Frauen für den MINT-Bereich sensibilisieren, und die es oft schon so lange gibt, noch immer viel zu selten Wirkung zeigen. Dabei erwähnt sie ihre eigene Forschung und hebt dabei besonders die Ergebnisse eine ihrer Studien hervor: „85 % der befragten Mädchen geben an, ihnen sei ein „frauentypischer“ Weg nahegelegt worden“. Martina war auch so ein Mädchen. Sie erzählt, warum Technik für sie nicht denkbar war und zeigt auf, was es braucht, andere Wege zu gehen. Und einen anderen Weg möchte auch Martina gehen. Sie möchte mit ihrer Forschung nicht nur aufzeigen, sondern auch Tun. Ein Grund, warum sie den Bachelorstudiengang „Design of Digital Products“ an der FH Hagenberg ins Leben gerufen hat. Das Besondere: Mehr Vielfalt in die Informatik zu bringen. Wie das gelingen soll und warum sie mit diesem Studium besonders Frauen anspricht, erläutert sie im Gespräch.

{

Man muss die Tür für Frauen einfach anders aufmachen.

– Martina Gaisch

Das ganze Gespräch mit Martina Gaisch