Kleine Tat mit großer Wirkung im Klassenzimmer

by Daniela Wolf

Digitales Lernen hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Durch MOOCs wieder ins Zentrum gerückt, reisst der Hype um digitales Lernen im Klassenzimmer nicht ab. Besonders die Methode des “Flipped Classrooms” hat es österreichischen Lehrkräften und Bildungsexpert*innen angetan. Unter “Flipped Classroom”, oder dem sogenannten “umgedrehten Klassenzimmer” wird das Vertauschen von Stoffvermittlung und Hausaufgaben verstanden: Die Vermittlung der Lerninhalte wird von den Schüler*innen zu Hause mittels Videos erarbeitet; die Anwendung geschieht in der Schule.

Das Konzept des umgedrehten Klassenzimmers kam zustande, als zwei Gymnasiallehrende aus Colorado erkannten, dass sie ihre Lehrveranstaltungen aufnehmen und für kranke Schüler*innen online zur Verfügung stellen können. Diese Videos haben weltweit Popularität erlangt. Das “Flipped Classroom” entstand.

Wie diese Methode gelingen kann, beschreibt auch die österreichische Lehrerin Julia Dorninger in ihrem Beitrag. Ob gewollt oder ungewollt, zeigt Julia mit diesem Beispiel, welchen Einfluss “Flipped Classrooms” auch auf die Individualisierung der Bildung haben können; wie wichtig es ist, die Heterogenität der Schüler*innen ernst zu nehmen und zu erkennen, dass Lernstil, Lerntempo und Lernmotivation bei jedem anders sind. Deshalb brauchen wir auch und gerade in der Schule personalisierte Lernwege. Dabei kann die Methode des “Flipped Classrooms” helfen, nicht nur auf die verschiedenen individuellen Bedürfnisse und Ziele einzugehen, sondern auch hohe motivatorische Kraft entfalten zu können. Julia hat eine kleine Tat gesetzt, die keinen großen Innovationsgehalt hat, aber es dennoch wert ist, getan zu werden!

Julia Dorninger: Einführung ins zweistellige Dividieren – geflipped, 15. Februar 2017

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